2012/04/10

Ihr Schweigen wurde immer tiefer, die Tage an denen sie nicht lächelte wurden mehr und die Anzahl der Schnitte auf ihrer Haut wuchs. Die Monate zogen sich hin. Er blickte sie manchmal an, ganz vorsichtig. Und wenn sie seinen Blick erwiderte, lächelte er zögerlich, doch aufmunternd. Er war der einzige dem der Schatten auffiel der schweigend auf dem Platz saß, auf dem früher ein lachender Clown gesessen hatte. Die anderen hatten keine Zeit dafür, waren sehr blind. 
Ganz selten, wenn sie durch die langen Flure gingen, kam es vor das sie plötzlich neben ihm ging. Sie schwieg und er schwieg, doch sie hielten einander. Er wusste mit ihr umzugehen. 
Doch selbst er konnte ihr nicht helfen mit all dem Schweigen und den vorsichtigen Blicken, dem scheuen Lächeln. Mit der Zeit verloren ihre Augen jeden Glanz, sie schwand dahin. 
Auf ihrer Beerdigung weinten alle. Jeder erzählte Dinge über sie, obwohl sie sie nicht einmal gekannt hatten,  worauf hin er nur stumm den Kopf schüttelte. Sie erzählten von Abenden die sie nie erlebt hatten, nannten ihre Lieblingsfarbe obwohl sie bloß schwarz getragen hatte weil sie die Nase voll von Farben hatte, worauf hin er nur stumm den Kopf schüttelte. Jeder weinte auf dieser Beerdigung, doch nur seine Tränen meinten das Richtige. 

Kommentare:

  1. du schreibst so atemberaubend schön. du machst mir ehrlich gänsehaut, wenn ich deine texte lese. wow, einfach wow. ♥

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  2. das schaffst du einfach. wow! dankesehr. ♥

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  3. Vielen lieben Dank für deine netten Worte! :) <3
    Ps: Mir gefällt dein Blog, hast einen Leser mehr :P

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  4. poste bitte wieder was ♥

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